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Lexikon

 
 


Was bedeutet eigentlich "SATOR AREPO TENET OPERA ROTAS" ? Wer ist Hekate, und was sind Runen?
Hier im Lexikon kann man nachschlagen was ich über die einzelnen Namen und Begriffe herausfinden konnte, die in der Serie vorkommen. Unter Bibliographie habe ich alle Bücher aufgelistet, die ich für meine Recherche verwendet habe.
Ich war sehr beeindruckt als ich gemerkt habe wie viel Hintergrundwissen über Magie, Okkultismus und Mythologie Richard Carpenter in "Catweazle" eingebaut hat. Wer also tiefer ins Detail gehen möchte ist hier auf der Lexikon-Seite genau richtig.
 



 

A
Aberglaube
Abraxas
Adamcos
Adramelech
Alraunenwurzel

B
Barakiel
Beelzebub
Böser Blick

C
Cernunnos
Clavicula Salomonis

D
Dämonen
Daumen juckt
Dreizehn

E
Eule

F
Finger kreuzen
Fluch

G
Geister des
metallenen Kessels

Glassiabolas
Goblin


H
Hekate
Hexenmal


J
Janus

K
Kreis
Kröte
Kühlwalda

L
Lucifer

M
Magisches Abbild
Magischer Kreis

Malachim
Marbas

N
Nebiros
Nergal

P
Pentagramm

R
Runen

S
SATOR-AREPO-Formel
Schedbarschemoth
Schemhamphorasch
Simson und Delila
Stein der Weisen
 

T
Tanit
Themis
Tierkreis

V
die Verdammten
Vertraute

W
Widdershins
Wünschelrute

Z
Zauberring
Zaubersprüche



 

Bibliographie
 




Aberglaube

In der Episode "Hier wird nicht gebaut" glaubt Jack Viktor, dass es Unglück bringt wenn ihm eine schwarze Katze über den Weg läuft, wenn er Salz verschüttet und wenn er unter einer Leiter hindurch läuft. Alles das gehört zum Aberglaube.
Aber was ist Aberglaube eigentlich genau? Hier einige Definitionen:
Aberglaube ist eine Glaubenshaltung, in der Reste frühzeitlichen religiösen Denkens bewahrt werden, durch die ein magischer Zusammenhang aller Dinge angenommen wird. Aberglaube besteht aus Überzeugungen oder Vorstellungen, mittels derer man versucht, das Unergründliche auszuloten, und die weder auf Logik noch auf Tatsachen beruhen. Manchmal ignorieren sie sogar Gegenbeweise. Aberglaube, das sind Überzeugungen, denen man blinden Glauben schenkt,  die wahrscheinlich mehrere tausend Jahre alt sind und ihre ursprüngliche Bedeutung und ihren ursprünglichen Nutzen überlebt haben. Aberglaube nimmt dem Unbekannten den Schrecken. Aberglaube ist etwas, was nach unserer Überzeugung unser Schicksal beeinflussen kann. Manche abergläubischen Vorstellungen entstanden als Hilfsmittel, um in die Zukunft zu sehen.
 

Schwarze Katze:

Es ist schwer zu sagen, welcher Aberglaube über schwarze Katzen sich zuerst gebildet hatte. Es gibt eine alt-nordische Saga vom Wagen der Göttin Freya, der von schwarzen Katzen gezogen wurde. Als die nordischen Völker zum Christentum bekehrt worden waren, wurde aus Freya eine Hexe, die schwarzen Katzen wurden zu schwarzen Pferden, die ungewöhnlich schnell und zweifellos vom Teufel besessen waren. Weiterhin berichtet die Saga, dass die Katzen, nachdem sie sieben Jahre als Pferde gedient hatten, damit belohnt wurden, dass sie in Hexen verwandelt wurden. Allerdings in der Maske schwarzer Katzen.
Im alten Ägypten, wo Katzen mehr als andere Tiere verehrt wurden, war die schwarze Katze ein Glückssymbol. Aber im Mittelalter, als der Glaube an Hexen grassierte, bekamen die schwarzen Katzen die Schuld für alles Schlechte zugeschoben. Man hielt die schwarze Katze für den "Vertrauten" der Hexen; und wie in den nordischen Sagas glaubte man, dass die Katze nach siebenjährigem Dienst selbst zur Hexe würde. Wenn einem eine schwarze Katze über den Weg lief, war das ein Zeichen, dass der Satan einem Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Wegen der langen Verbindung mit Hexen ist die schwarze Katze Symbol des angloamerikanischen Halloween. Seeleute mögen schwarze Katzen, und ihre Frauen halten welche, um sicherzustellen, dass ihre Männer wohlbehalten zurückkehren. Das Glück kommt zu Ihnen, wenn eine fremde schwarze Katze zu Besuch kommt. Daraus wird Unglück, wenn sie sich zum Bleiben entschließt. In Amerika bringt eine schwarze Katze, die Ihren Weg kreuzt, Unglück. In England bringt eine schwarze Katze, die auf Sie zuläuft, Glück. In Japan bringt es Glück, wenn eine schwarze Katze Ihnen über den Weg läuft. In Westfalen bringt es Glück, wenn die schwarze Katze den Weg von links nach rechts kreuzt; läuft sie in der umgekehrten Richtung, bringt sie Unglück.

Unter einer Leiter hindurch gehen:

Warum bringt es Unglück, unter einer Leiter durchzugehen?
Es gibt einen naiven Glauben, nach dem eine angelehnte Leiter ein Dreieck oder eine Pyramide bildet, die das universelle Symbol des Lebens war. Jeder der durch dieses heilige Dreieck lief, würde bestraft werden. In den asiatischen Ländern werden Verbrecher tatsächlich an einer angelehnten Leiter aufgehängt, nicht an einer freistehenden. Man glaubt nämlich, dass der Tod ansteckend ist und dass Leute, die unter der Leiter herlaufen, auf den Geist des Gehenkten treffen und sich den Tod holen. Die Ägypter hielten die Leiter für ein glückbringendes Zeichen. Ihre Legende erzählt, dass der Sonnengott Osiris, als er vom Geist der Dunkelheit gefangen gehalten wurde, eine Leiter benutzte, um zu fliehen. Heute tragen viele Ägypter Miniaturleitern als glückbringende Amulette. Sollten man unter einer Leiter hergehen, gibt es verschiedene Dinge, die man tun kann, um das sonst unausweichliche Unglück zu bremsen: Man wünscht sich schnell etwas, solange man noch unter der Leiter ist. Oder man verschränkt die Finger, bis man einen Hund sieht. Man kann auch rückwärts unter der Leiter durchgehen, zurück zu dem Punkt, wo man den verhängnisvollen Gang begonnen hat.
 

Salz über die Schulter werfen:

Für viele Menschen früherer Zeiten war Salz ein magischer Stoff, der sowohl zum Guten als auch zum Bösen verwendet werden konnte. Salz wurde ein Schutz gegen den Teufel, als man erkannte, dass Salz Nahrungsmittel konservieren konnte; es schien mehr als wahrscheinlich, dass es dann auch Menschen vor dem Bösen bewahren konnte. Man nahm an, dass ein besonderer Schutzgeist gegen irgendeine drohende Gefahr warnte, wenn Salz verschüttet wurde. Aus der allgemeinen Überzeugung; dass die guten Geister auf der rechten und die bösen auf der linken Seite lebten, warfen die Menschen Salz über die linke Schulter in die Augen des Teufels. Salz hat viele Bedeutungen. Zunächst ist es ein Symbol für Traurigkeit. Die Norweger glauben, dass so viele Tränen vergossen werden müssten, wie notwendig sind, um das verschüttete Salz aufzulösen. In Neuengland werfen die Menschen Salz auf den Herd, um mitzuhelfen, dass die Tränen schneller trocknen.
Um den Aberglauben zum Salz zu verstehen, ist es wichtig, die historischen Hintergründe zu kennen. Vor allem war Salz sehr selten, sehr teuer und sehr schwer zu gewinnen. Es war deshalb äußerst wertvoll und eine besondere Gabe, die man Fremden als Zeichen des Willkommens schenkte; für die Menschen des Altertums war Gastfreundschaft eine weit wichtigere Tugend, als sie es heute ist. Im Griechenland der Antike wurden Fremde mit einer Prise Salz begrüßt, die in ihre rechte Hand gelegt wurde. In den östlichen Ländern gab man Salz als Versicherung guten Willens. In Ungarn wurde Salz auf die Türschwelle gestreut, damit keine Hexe oder anderes Übel hereinkommen konnte. Sowohl Griechen als auch Römer verehrten eine Göttin des Salzes, was übertrieben erscheint, bis man sich klarmacht, dass sie glaubten, das Salz reinige das Meer. Da sie ihren Lebensunterhalt aus dem Meer bestritten, lebten sie von der Gnade dieser Götter. Bei der Geburt wurde eine Prise Salz auf die Zunge des Säuglings gelegt, um ihn eines langen Lebens und guter Gesundheit zu versichern. Da Salz im antiken Rom so selten war; wurde es manchmal als Lohn für die Legionäre verwendet.

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Abraxas


Am Anfang der Episode "Schwarze Scheiben" sagt Catweazle einen Zauberspruch auf, in dem der Name Abraxas fällt.
Abraxas (auch Abrasax oder Abracax genannt) ist eine gnostische Gottheit und wird als das Zeichen für Sieg und Glück verwendet. Sein Name wird auch als magisches Zauberwort definiert. Das bekannte "Abrakadabra" soll aus dem Namen entstanden sein. In der Gnosis (Bezeichnung für eine esoterische Religionsbewegung) ist Abraxas der Herr der Welt.
Manche Wissenschaftler glauben, dass sich dieser Name aus dem hebräischen Wort Habberakah ableitet, was "die Segnung" bedeutet. Nach dem gnostischen numerischen System* (siehe unten) beträgt der Zahlenwert der griechischen Buchstaben von Abraxas 365, die Zahl der Tage eines Sonnenjahrs. Dies ist auch der numerische Wert von  Meithras (der griechischen Namensform von Mithras) dem bei den Römern und später auch den Kelten beliebten persischen Gott des Lichts. Man glaubt, dass es sich bei Abraxas und Mithras um denselben Gott handelte. Abraxas, der innerhalb dieses Systems die 365 Äonen (Zeitalter) repräsentierte und als der "Allmächtige" galt, wird auf seinen Amuletten mit dem Kopf eines Hahns oder Löwen, dem Körper eines Menschen und mit Schlangenbeinen dargestellt, die an den Spitzen in Skorpione übergehen. In der linken Hand hält er eine Peitsche oder einen Knüppel, in der rechten einen runden oder ovalen Schild. Er wurde mit allen Namen des hebräischen Gottes Jehova angerufen, so mit Jah, Adonai und Sabaoth.

*(a = 1, b = 2, r = 100, x = 60, s = 200)

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Adamcos
 

Adamcos ist der Name von Catweazles Athame. Ein Athame (auch Yag-dirk oder Seax genannt) ist ein sogenanntes "Zeremonienmesser der Hexen" mit beidseitig geschliffener Klinge. Es dient zum Dirigieren und bündeln der magischen Kraft und manchmal auch zum ziehen des magischen Kreises; aber niemals zum schneiden. Catweazle benutzt Adamcos außerdem auch zum Hypnotisieren und als Wegweiser. Weihungsrituale, Inschriften und Zeichen auf dem Messer sollen die magischen Kräfte des Athame und dessen Träger noch verstärken. Auch werden sie häufig wie ein Amulett an einem Band um den Hals getragen. Auch Catweazle trägt Adamcos, den er der Göttin Hekate geweiht hat, mit einer Kette um den Hals.
Weihen ist ein magischer Ritus zur Übertragung von Kräften auf Dinge. In der deutschen Übersetzung des Buchs heißt Catweazles Dolch nicht Adamcos sondern Adamos.
Ich vermute, dass Richard Carpenter den Namen aus dem Wort "Adamas" abgeleitet hat.
Adamas (oder auch Adamant) ist ein Synonym für ein sehr hartes und ausgewöhnlich robustes Material, Kristall oder Metall. Früher war Adamas zunächst die Bezeichnung für Stahl, später wurde es auf den Diamanten übertragen. Das griechische Wort "adamas" bedeutet soviel wie "unbezwingbar". In der griechischen Mythologie besitzt Kronos eine Sichel aus Adamant, anders als Eisen konnte dieser Werkstoff sogar Götter verletzen.

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Adramelech
 

Adramelech (auch Adrammelech, Adramalech, Adrammelek, Andramalech) wird von Catweazle in der Episode "Im Zeichen des Krebses" erwähnt. Catweazle will einen Zauber aussprechen und dem "Weinenden Ted" die 77 Plagen des Adramelech schicken.
Der Name dieses Dämons leitet sich ab aus Adar-malik = "herrlicher König". Er bedeutet auch "König des Feuers" und wird als Sonnengott, und somit als Gegenspieler des Mondgottes Anammelech, bezeichnet. Adramelech erscheint in der Form eines Esels oder Pfaus mit dem Torso eines Menschen. Er ist ein Wesen aus der assyrischen Mythologie und gehört zur Gruppe der Baals (d.h. Herrscher oder Meister). Außerdem gilt er als Großkanzler der Unterwelt, Gardrobier des Herrschers der Dämonen und Vorsitzender des hohen Rates der Teufel (gegründet von Beelzebub).

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Alraunenwurzel
 

Die Alraunwurzel (auch Alraune genannt) der Mandragora-Staude hat eine menschenähnliche Gestalt und enthält giftige Halluzinogene. Den heidnischen Völkern galt sie als heilig, sie verkörperte die Große Mutter. In der ägyptischen und hebräischen Kultur symbolisierte sie Fruchtbarkeit und wurde zur Stimulierung einer Empfängnis verzehrt; außerdem war sie das Symbol des hebräischen Stammes der Reuben. In Arabien wurde sie Teufelskerze genannt, weil sie angeblich im Dunkeln leuchtete. Als Emblem der Circe, der griechischen Zauberin, schrieb man ihr die Fähigkeit der Verzauberung zu und verwendete sie für Zaubertränke. Im Mittelalter galt die Alraunwurzel als Heilmittel. Man glaubte, dass die Wurzeln unter den Galgen von Mördern wuchsen, genährt von dem, was von dem Körper herabtropfte. Es hieß, dass die Wurzeln, wenn sie aus dem Boden gerissen wurden, durchdringende Schreie ausstießen, die denen, die sie hörten, den Tod brachten. Trotzdem verband man sie auch mit positiven Attributen wie Gesundheit und Wohlstand.
Eine Alraunenwurzel benutzt Catweazle in der Episode "Verwechslungen", für den Verwandlungszauber.

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Barakiel
 

Barakiel (auch Barchiel, Barachiel, Barbiel, Barkiel oder Baraquel genannt) ist einer der sieben Erzengel und Engel des Monats Februar. Er regiert über den Planeten Jupiter und die Tierkreiszeichen Skorpion und Fische. Zusammen mit den Engeln Uriel und Rubiel soll er Glück in allen Glücksspielen bringen.
Er ist der Herr der Blitze und wird auch "Blitz Gottes" genannt.
Kein Wunder, dass Catweazle in der Episode "Burg Saburac" denkt, dass Sam Woodyard Barakiel sei, als er ihn mit einem Schweißbrenner arbeiten sieht.

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Beelzebub
 

Beelzebub (Belzebub, Belzebuth, Beelzebuth, hebr. Belezbul) wird auch "Herr der Fliegen" genannt. Im Neuen Testament (Matthäus 12.24) wird der Herr der Dämonen Beelzebub genannt. Dargestellt wird er als eine Fliege mit schrecklichem Aussehen.

Harold nennt seine Schildkröte Beelzebub und gibt ihr den Spitznamen "Beelzi".

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Böser Blick
 

Sowohl nach dem Volksglauben als auch nach alten magischen Überlieferungen stellt das Auge mehr dar als nur ein Sehorgan. Es gilt als das Fenster der Seele, aus dem sich wohltuende oder destruktive Kräfte der Seele entladen können.
Die bösen Augen böser Geschöpfe sind bereits physiognomisch erkennbar: An einem besonders starren und stechenden Blick und meist an einer roten, blutunterlaufenen Farbe. Diesen sichtbar bösen Blick sprach man aber nicht nur menschenfressenden Riesen, schrecklichen Dämonen, buckligen Zwergen oder Hexen zu, sondern ebenso Menschen mit schlechten Absichten.
Besonders der Neider, dem das Glück und der Glanz der anderen ein Greuel ist, soll den bösen Blick haben. Der böse Blick (auch "Augenbiss" genannt) entsendet dabei mehr als nur einen Augenblick der unverholenen Bosheit.
Man fürchtete, der Betroffene könnte davon nachhaltig geschädigt werden. Aus diesem Grund war es wichtig, sich durch möglichst viele Abwehrmittel vor dem bösen Blick zu schützen. Vor allem Augenamulette und Augentalismane galten als wirksamer Gegenzauber. Das Augensymbol Gottes wurde als charakteristisches Abwehrzeichen böser Taten an Gebäuden und Bauteilen angebracht.
Auch gibt es eine Reihe von Handzeichen die den bösen Blick abwehren sollen.
Derjenige darf diese Handgesten aber nicht merken, deshalb versteckt man die Hand in der Tasche während man sie ausführt. Außerdem kann auch dreimaliges Ausspucken gegen den Bösen Blick schützen.
Wo kommt dieser Begriff eigentlich bei "Catweazle" vor?:
In der Episode "Hier wird nicht gebaut", da verdächtigen die Bauarbeiter Catweazle habe den Bösen Blick.
Das ist natürlich nicht so... Doch nicht unser lieber Catweazle.

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Cernunnos
 

Cernunnos (auch Cerunnos oder Hu Gadam genannt) ist einer der ältesten ( Herkunft ca. 2. Jh. v. Chr.) keltischen Götter. Sein Name bedeutet "der Gehörnte". Er wurde sowohl in Britannien als auch in Frankreich verehrt. Dargestellt wird er häufig mit gekreuzten Beinen sitzend, eine ärmellose Tunika und eine Perlenkette tragend. Er trägt Ohren und Geweih eines Hirschen und wird als Gott der Tiere angesehen. Häufig mit Tieren wie Schlange und Hirsch dargestellt, wird Cernunnos manchmal gezeigt, wenn er sie füttert. Dies weist daraufhin, dass er ein Gott der Fülle und der Fruchtbarkeit ist. Cernunnos vermag seine Erscheinungsform zu wechseln und kann die Gestalt einer Schlange, eines Wolfes oder eines Hirsches annehmen. In "Catweazle", in der Episode "Das Zauberbuch" wird er zwar mit einer Tunika und gekreuzten Beinen sitzend dargestellt, sein Kopf aber hat zwei Gesichter. Mr. Gladstone erwähnt auch, dass er durch die zwei Gesichter Ähnlichkeit mit dem Gott Janus hat. Das lässt annehmen, dass es sich in der Serie wohl um eine Art Mischung aus Cernunnos und dem römischen Gott Janus handelt. Die Beschreibung zu Janus ist weiter unten zu finden.

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Clavicula Salomonis
 

"Clavicula Salomonis", (auch Clavicula Solomonis oder Clavicula Salomis genannt) der "Schlüssel Salomons", ist der Name eines berühmten kabbalistischen Zauberbuches. Es gehört spätestens seit dem Mittelalter zu den berühmtesten und am weitest verbreiteten aller magischen Textbücher. Allerdings liegt die genaue Entstehungszeit sowie die Herkunft im Dunkeln.
Clavicula Salomonis enthält Anleitungen zur Zauberei und Herstellung diverser Siegel oder Talismane.
König Solomon lebte im 10. Jahrhundert vor Chr. in Israel und regierte von 972 bis 932 v. Chr. Ob er wirklich der Verfasser ist lässt sich nicht eindeutig beweisen.

Dieses Zauberbuch erwähnt Catweazle ganz zum Anfang der Serie.

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Dämonen
 

Dämonen (griech. Daimon = Gottheit) ist die ursprüngliche Bezeichnung für Götter, später Mittelwesen zwischen Göttern und Menschen, die (wie man glaubte) menschliche Schicksale und kosmische Vorgänge zum Guten oder Bösen beeinflussen können. Die griechischen Philosophen hielten sie für den göttlichen Teil oder als göttliche Stimme im Menschen (Daimonion).
Die Dämonen zeichnen sich durch unberechenbares, launenhaftes Wesen aus und bemächtigen sich vielfach der seelischen Kräfte der Menschen. Die Bibel beschreibt sie ausschließlich als böse Geister, abgefallene Engel, die eine Macht gegen die Gottesherrschaft darstellen. Dämonen sind oft zentrale Gestalten späterer Sagenbildungen und erscheinen als übermenschliche Wesen.

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Daumen juckt
 

Wenn Catweazles Daumen juckt weiß er sofort, dass sich ihm jemand nähert. Tatsächlich ist in einem Buch über Aberglaube zu finden, dass man früher glaubte, dass ein juckender Daumen Besucher verheißt. Über den Daumen wird auch noch anderer Aberglaube beschrieben: Wenn man sich in den Daumen sticht, so glaubte man sei das ein sicheres Zeichen dafür, dass Böses auf dem Weg ist. Man glaubte auch, dass Menschen mit einem langen Daumen stur seien und ein breiter Daumen sollte Wohlstand bedeuten.

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Dreizehn
 

In der Episode "Das Auge der Zeit" angelt Catweazle 13 Fische, und gerade der dreizehnte soll etwas besonderes sein, da die 13 für Zauberer, nach Catweazles Aussage, Glück bedeutet.
Aber bedeutet die Zahl Dreizehn nicht eigentlich Unglück? Wie ist das genau?:

Wie viele abergläubische Vorstellungen kann die Dreizehn sowohl Glück als auch Unglück bringen. Die damaligen Menschen glaubten, dass es dreizehn Monde (d.h. Monate) (nicht unsere traditionellen zwölf) gab, und wenn es dreizehn Monde gab, musste die Dreizehn Glück bringen.
Die Ägypter mochten die Zahl Dreizehn und dachten, dass sie die letzte Stufe der irdischen Gegenwart, darstellte, bevor man ins Jenseits kam. Sie stellten sich eine symbolische Leiter mit zwölf Stufen vor, die im Laufe des Lebens erstiegen werden musste. Dabei stellte jede Sprosse eine Stufe auf dem Weg zur Erkenntnis dar. Die dreizehnte Stufe führte zum ewigen Leben. Der Tod war nur eine Verwandlung, nicht das Ende, und manche wünschten sich diese dreizehnte Stufe mit einiger Ungeduld herbei.
Der Ursprung des Aberglaubens, dass die Dreizehn eine Unglückszahl ist, liegt im dunkeln.
Es gibt eine Theorie, nach der die Dreizehn zu einer Unglückszahl wurde: weil der Mensch der Vorzeit, wenn er seine Finger und die Füße zusammenzählte, auf zwölf kam. Danach kam das Unbekannte oder die Dreizehn. Weil das Unbekannte beängstigend ist, wurde die Dreizehn zu einer unheimlichen Vorstellung.
"Wenn an einer Tafel dreizehn Personen sitzen, so sterben vor Ablauf eines Jahres die erste und letzte." Vielleicht geht dieser Glaube auf die biblische Erzählung zurück, dass beim letzten Abendmahl zwölf Personen mit Jesus an der Tafel saßen. Bekanntlich hat der Verräter Judas als erster die Tafel verlassen und später Selbstmord begangen.
Man sieht also es gibt viele verschiedene Interpretationen und man kann sich ja aussuchen woran man glauben möchte.

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Eule
 

Wegen ihrer Verbindung mit der Nacht wird die Eule oft als ein Vogel des bösen Omens (Vorzeichen) angesehen, dessen Schrei Tod und Unglück ankündigt. Für die Kelten war die Eule zwar heilig, galt aber auch als "Nachthexe", die mit Leichen zu tun hatte. In Afrika wurde sie als Botin von Zauberern angesehen, und im mittelalterlichen Europa glaubte man, Hexen könnten sich in Eulen verwandeln. Da sie in der Dunkelheit sieht und als ernst und nachdenklich galt, ist sie aber auch ein Symbol der die Dunkelheit des Nichtwissens durchdringenden Weisheit und wurde so zum Attribut der griechischen Göttin der Wissenschaften, Athena.
Bei Catweazle gilt sie als negatives Omen, da sie die Ankunft der Normannen ankündigt.

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Finger kreuzen
 

Die Finger zu verschränken, ist die einfachste Art, ein Kreuzzeichen zu machen. Als Zauber gegen den Teufel ist es besonders wirksam. Ein Kreuz ist eine vollkommene Einheit: es repräsentiert die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente. Wenn sich zwei Linien kreuzen, kann man an der Stelle, an der sie sich treffen, einen Wunsch (oder eine Lüge) festhalten. Ein Wunsch bleibt am Kreuzungspunkt, bis er sich erfüllt, eine Lüge bleibt an der Stelle, wird von den bösen Geistern ferngehalten und macht keine Schwierigkeiten. In frühen Zeiten kreuzten zwei Menschen ihre Zeigefinger, wobei der erste sich etwas wünschte und der zweite hoffte, dass der Wunsch in Erfüllung ging. Dies wurde später so vereinfacht, dass nur noch einer die Finger kreuzte. So haben in England und Amerika die gekreuzten Finger noch heute die Bedeutung des "Daumendrückens". In Deutschland dagegen kreuzt man die Finger hinter dem Rücken, wenn man lügt und böse Folgen vermeiden oder wenn man ein Versprechen nicht halten will.

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Fluch
 

Der Fluch ist eine Form des Schadenszaubers.
Durch formelhafte Worte soll über einen anderen oder über die betreffende Person selbst Unheil gebracht werden. Zauberbücher enthalten genaue Beschreibungen der Formeln und des dabei durchzuführenden Rituals. Jemanden zu verfluchen heißt, die Rache einer großen Macht anzurufen, gegen die der Verfluchte wenig Schutz hat. Ein Fluch ist gesprochene Magie; wenn man nicht an Magie glaubt, wird ein Fluch blasphemisch oder bedeutungslos.
Der Fluch von Rapkyn in der Episode: "Das Zauberbuch" lautet: "Hexenhof, ich zerstöre dich! Von Steinen wird mein Fluch gehalten, wovon einer im Wasser ist und einer liegt im Turm!"

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Geister des metallenen Kessels
 

Harold musste in der ersten Episode "Die Normannen kommen" bei den "Geistern des metallenen Kessels" schwören niemandem etwas von Catweazle zu sagen. Aber was für Geister? und welcher Kessel?
König Salomon, so heißt es, hatte 72 böse Geister zusammen mit ihren Legionen in ein Messinggefäß, einem Kessel aus Metall, eingesperrt als Strafe für ihren Stolz. Als Salomon sie so zusammengebunden und das Gefäß versiegelt hatte, versank er den Kessel sammt den Geistern in einem tiefen See (oder in eine Höhle) zu Babyion. Die Babyioner wunderten sich, als sie den Kessel fanden und gingen in den See hinein, um das Gefäß aufzubrechen. Sie erwarteten, dort drinnen eine Fülle von Schätzen zu finden. Aber kaum hatten sie den Kessel aufgebrochen, schon flogen die Obergeister sofort hinweg und ihre Legionen folgten ihnen. Alle Geister kehrten an ihren alten Ort zurück. Außer dem Geist Belial, der in ein Bildnis stieg und von dort denen, die ihm Opfer darbrachten und dieses Bildnis als ihren Gott verehrten, Antworten gab.
Die Namen der 72 Geister lauten wie folgt: Bael; Agares; Vassago; Samigina (oder Gamigin); Marbas; Valefor; Amon; Barbatos; Paimon; Buer; Gusion; Sitri; Beleth; Leraje (oder Leraikha); Eligos; Zepar; Botis; Bathin; Sallos; Purson; Marax; Ipos; Aim; Naberius; Glasya-Labolas; Bune (oder Bime); Ronove; Berith; Astaroth; Forneus; Foras; Asmoday; Gaap; Furfur; Marchosias; Stolas (oder Stolos); Phenex; Halphas (oder Malthus); Malphas; Raum; Focalor; Vepar; Sabnock; Shax; Vine; Bifrons; Uvall (oder Vual); Haagenti; Crocell; Furcas; Balam; Alloces; Camio (oder Caim); Murmur (oder Murmus); Orobas; Gremory (oder Gamori); Ose (oder Voso); Amy (oder Avnas); Oriax (oder Orias); Vapula (oder Naphula); Zagan; Volac (oder Valak, Valu, Ualag); Andras; Haures (oder Hauras, Flauros); Andrealphus; Cimejes (oder Kimaris); Amdusias (oder Amdukias); Belial; Decarabia; Seere (oder Sear); Dantalion; Andromalius.
Diese Geister sind im "kleinen Schlüssel Salomonis" (Die Goetia) beschrieben, sowie in dem Buch "Die Kinder Lucifers", eine Deutsche Version des "Dictionnaire Infernal" (von Collin de Plancy, ca. 1845).

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Glassiabolas
 

Glassiabolas ( auch Glasylalabolas, Caassimolar, Classyatabolas, Glasya-Labolas, Cacrinolaas ) ist ein Dämon in der Gestalt eines Hundes mit den Flügeln eines Greifs. Er lehrt alle Künste und Wissenschaften, ist Uhrheber von Blutvergießen, kann machen, dass ein Mensch unsichtbar wird und kennt die Zukunft und Vergangenheit. Er ist ein hoher Vorsitzender in der Unterwelt und diente auch als Reittier für den Dämon Nebiros.
Glassiabolas wird von Catweazle in der Episode "Der Zauberkasten" erwähnt. Als er am Anfang die Dämonen beschwört damit sie ihm sagen wo er das Zeichen der Waage finden kann.

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Goblin
 

"Goblin" ist ein Sammelbegriff für böse und zu Schabernack aufgelegte Geister, die ihr Unwesen in England treiben. Das Aussehen der Goblins soll missgestaltet und zwergen- bzw. kobaldartig sein. Ursprünglich gab es als Gegenstück der schadenstiftenden Goblins die freundlichen und hilfsbereiten "Hobgoblins".
Catweazle versteht den Namen des Bildhauers in der Episode "Der Zauberkasten" etwas falsch.
Cedric sagt zu Catweazle: "Das ist doch Mr. Gobbling.", und Catweazle antwortet: "Nein er ist doch kein Goblin...".

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Hekate
 

Catweazles Dolch Adamcos ist der Göttin Hekate geweiht. Aber wer ist Hekate?: Hekate, Griechisch: "Die Fernwirkende"; auch vom griechischen Wort "hekaton" abgeleitet was "hundert" bedeutet. Hundert deshalb weil Hekate ihren Verehrern eine hundertfache Ernte bringt. Tagsüber widmete sie sich der Landwirtschaft und nachts der Hexerei. Ursprünglich war Hekate eine Mondgöttin, deren Kult von Kleinasien nach Griechenland gekommen ist. Die Göttin Hekate galt bei den alten Griechen als Herrin des Zauber-, Spuk- und Hexenwesens. Sie war in erster Linie eine Frauengöttin, weshalb vor allem Zauberinnen sie bei ihrem nächtlichen Treiben anriefen. Hekates Affinität zu Wegkreuzungen, die von Alters her als unheimliche Stätten gelten, wird dadurch deutlich, dass sie oft dreigesichtig oder dreigestaltig dargestellt wird, so dass sie die Dreigabelung bestens Überblicken konnte. Manchmal erscheint sie auch als Wölfin oder Stute. Der Knoblauch wurde ihr als Opfergabe gebracht und die Raute spielte bei der Beschwörung der Hekate eine wichtige Rolle. Die Raute diente in der Magie auch dazu um böse Geister abzuwehren.

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Hexenmal
 

Catweazle sagt in der Episode "Schwarze Scheiben" zu dem Artzt, als dieser ihm eine Spritze geben will: "Nicht stechen! Ich bin doch keine Hexe!"
Warum? Sticht man denn Hexen?

Die Suche nach Hexenmalen war im Mittelalter bei der Hexenverfolgung ein bevorzugter Test, um eine Hexe zu überführen. Man glaubte nämlich, dass jede Hexe ein Mal an ihrem Körper habe, das ihr bei der Einweihung vom Teufel aufgedrückt wurde. Dieses Mal konnte ein Leberfleck, ein Muttermal, eine Warze oder eine Stelle sein, die unempfindlich und ohne Blut war. Durch das Stechen mittels einer Nadel oder eines scharfen Instruments versuchte man das Hexenmal zu entdecken.

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Janus

Der doppelköpfige Janus ist eine der ältesten römischen Gottheiten. Er ist Gott der Türen und Tore und des Anfangs, nach außen und innen schauend, die Kommenden und Gehenden überwachend. Allgemeiner Beschützer aller Anfänge und Übergänge, gab er dem Monat Januar seinen Namen und war der erste Gott, der in religiösen Zeremonien angeführt wurde. Janus war den Soldaten heilig, weil ein Heer durch die Stadttore gehen musste, wenn es in die Schlacht zog.
Janus soll auch der Erfinder des Geldes gewesen sein. Frühe römische Münzen tragen sein Bild. Später wurde der Januskopf auch zu einem Symbol des Doppeldeutigen oder der bösen und guten Seite ein und derselben Sache.

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Kreis
 

Dieses scheinbar einfache Zeichen ist ein universelles Symbol mit zahlreichen Bedeutungen. Der Kreis, der weder einen Anfang noch ein Ende hat, verkörpert einen unendlichen Zyklus und ist daher das wichtigste Symbol für Ewigkeit. Ferner steht er für den Kosmos, das Göttliche, Einheit, Vollkommenheit und Leben. In manchen Interpretationen repräsentiert der Mittelpunkt eines Kreises das Zentrum der Unendlichkeit oder den Ursprung des Universums (und ist zudem ein Symbol für Sonne und Gold).
Aufgrund der Ähnlichkeit mit der Sonne wurde der Kreis auch ein Zeichen des Lebens. Seine Form impliziert eine dynamische, endlose Drehbewegung, die den Kreis in Beziehung setzt zur Zeit und den ehernen kosmischen Gesetzen. Weil er der Zahl Null ähnelt, repräsentiert er auch ein Entwicklungspotential, das erst noch umgesetzt werden muss. In vielen östlichen Kulturen, auch im Islam, symbolisiert der Kreis göttliche Vollkommenheit. Dem magischen Kreis wird in okkulten Praktiken starke Schutzwirkung beigemessen; zudem ist er ein wichtiges Meditationssymbol (Mandala). In der Psychologie verkörpert der Kreis das ideale Selbst, das ein vollkommenes Gleichgewicht erlangt hat.

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Kröte
 

Kröten werden schon seit langem in Überlieferungen und Legenden mit Hexen und Zauberern in Verbindung gebracht. Hexen konnten sich angeblich in Kröten verwandeln, hielten sich Kröten als Haustier oder verwendeten sogar Teile von Kröten als Zutaten für Zaubertränke.
Symbolisch wird die Kröte in Beziehung zum Mond, zur Erde und allgemein zum Weiblich-Mütterlichen Prinzip gebracht. Im Volksglauben ist die Kröte ein das Haus vor Unglück bewahrender Geist und Schatzhüter. In China steht sie für Fruchtbarkeit und Reichtum.

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Kühlwalda
 

"Kühlwalda", so heißt Catweazles Kröte und Vertraute auf Deutsch. Doch im englischen Original heißt sie "Touchwood". Dieser Name setzt sich zusammen aus "touch"= berühren, und "wood"=Holz. Also "Holz berühren".
Es gibt einen alten Aberglauben nachdem das Berühren von Holz Glück bringt. Genau wie auf Holz klopfen. In den Tagen der Druiden glaubte man, dass gute, hilfsbereite Götter in den Bäumen lebten. Die Menschen berührten die Rinde und baten um einen Gefallen. Wenn die Bitte erfüllt wurde, kamen sie zurück und klopften nochmals auf die Rinde, um sich zu bedanken.
Was man auch glaubte war, dass auf Holz klopfen die Strafe für Angeberei abwehren sollte. "Wer zuviel von seinem Glück spricht", so heißt ein altes Sprichwort, "ruft das Leid herbei". Vor langer Zeit glaubten die Leute, dass die bösen Geister neidisch würden, wenn man auf sein glückliches Schicksal hinwies, und es dann fortnähmen. Deshalb berührten sie Holz.

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Lucifer
 

"Schau Kühlwalda, alles steht in Rapkyns Buch. Beschwörungen, Zauberei, Hexerei. Gebete zu Tanit, Gebete zu Lucifer.", sagt Catweazle in der Episode "Das Zauberbuch".

In der Episode "Hexerei" sagt Catweazle als Harold ein Streichholz anzündet: "Oh Lucifer, oh Morgenstern!."

Lucifer (auch Luzifer) ist der Satan der Bibel und der christlichen Literatur. Der Name bedeutet soviel wie "Lichtbringer" oder "strahlender Morgenstern". Ursprünglich wurde der Planet Venus mit "Lucifer" bezeichnet.
Der Bedeutungswandel des Namens beruht auf eine Erzählung aus dem alten Testament: der Morgenstern habe sich gegen Gott aufgelehnt und wollte über Gottes Sterne seinen Thron errichten.
Lucifer wird vom Himmel herabgestoßen und stürtzt in die Hölle. Dort regiert er dann als Fürst.
Der christlichen Mythologie zufolge entstanden die Diamanten als Luzifer vom Himmel hinab gestoßen wurde und sein Licht sich in Millionen glänzender Fragmente zersplitterte, die für das dem materiellen Besitz innewohnende Böse stehen.

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Magisches Abbild
 

In vielen Teilen der Welt hält man es für äußerst unheilbringend, sogar für tödlich, photographiert zu werden.
Man nimmt an, dass die Seele eines Menschen in seinem Bild ist. Macht man ein Photo und damit ein Duplikat dieses Bildes, erlaubt das dem Teufel, die Seele in Besitz zu nehmen.
Verlobten soll es Unglück bringen, wenn man sie zusammen photographiert; warum sollte man die bösen Geister herausfordern?
Besonders großes Unglück soll es bedeuten, mit einer Katze photographiert zu werden, weil die Katze den Geist einer Hexe beherbergen könnte.
Man glaubte auch, dass wenn man einen Fluch über jemand bringen wollte, dann müsse man das Bild dieses Menschen zur Wand drehen oder es auf den Kopf stellen.

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Magischer Kreis
 

Der magische Kreis ist ein wichtiges Symbol in der rituellen Magie. In der Regel werden drei Kreise in Handbreite umeinander gezeichnet.
In den mittleren schreibt man die Namen der Engel, Planetenregenten und Geister, welche die Tageszeit, Stunde und den Ort regieren. An den äußeren Kreis zeichnet man an den vier Achsen die Namen der Luftgeister. Außerhalb des Kreises werden an vier Ecken Pentagramme gezeichnet. Im inneren Kreis vier heilige Namen. In der Kreismitte wird gegen Osten Alpha, gegen Westen Omega geschrieben. Ein Kreuz unterteilt die Mitte des Kreises.
Wenn man diesen Kreis gezeichnet hat, wird der Kreis geweiht und gesegnet. Durch diese magischen Handlungen ist das durch den Kreis umgrenzte Stück Boden vor dem Angriff feindlicher Geister geschützt, die am Kreisrand stehen bleiben müssen.

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Malachim
 


In der Episode "Ein neuer Freund" findet Catweazle ein Rätsel in magischer Schrift an die Wand geschrieben. Er sagt: "...diese Worte bedeuten Malachim."

Malachim (siehe links) ist eine alte Geheimschrift der Magier sie ist in der "Clavicula Salomonis" neben anderen Schriften zu finden.
Diese Schrift gründet sich wahrscheinlich weitgehend auf das hebräische Alphabet und ist kabbalistischen Ursprungs. Man vermutet, dass es sich von den alten hebräischen Schriftzeichen ableitet, in denen die Thora oder das Mosaische Gesetz verfasst wurde.
Manche sind auch der Meinung, dass bei allen von Engeln inspirierten Schriften und Verständigungen zwischen den himmlischen Wesen und den Menschen das Malachim oder "Engelsalphabet" verwendet wurde.
Es war bei der Anfertigung von Amuletten und Talismanen sehr beliebt.
Das Rätsel, welches Catweazle findet, lautet übrigens: "Zwölf sind es, die im Kreis sich winden. Erstrebst du Macht, musst du sie finden. Suche wo die Dreizehn liegt. Steig hinauf zu dem, der fliegt."

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Marbas
 

Marbas, auch Barbas genannt, gilt als einer der Höllengeister.
Er erscheint erst in der Gestalt eines großen Löwen, aber auf Wunsch des Meisters nimmt er menschliche Gestalt an. Er kann vielerlei bewirken. Es steht in seiner Macht, Menschen mit Krankheiten zu behaften, und die Krankheiten auch wieder zu heilen. Außerdem kann er Menschen in eine andere Gestalt verwandeln und er fördert die Kenntnisse der mechanischen Künste und der Weisheit. Er antwortet wahrheitsgemäß über verborgene und geheime Sachen.

Sein Siegel (links) stammt aus der "Goetia", einem alten Zauberbuch und Teil des Buches "Der kleine Schlüssel Salomons".
Marbas wird von Catweazle in der Episode "Der Zauberkasten" erwähnt. Als er am Anfang die Dämonen beschwört: "Kommt ihr himmlischen, ihr irdischen und höllischen Dämonen. Komm, oh, Marbas. Komm, oh, Nebiros. Komm, oh, Glassiabolas. Geister des metallenen Kessels. Geschöpfe des zwölffachen Tierkreises kommt aus der Flamme! Sagt mir wo ich das Zeichen der Waage finde!"

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Nebiros
 

Nebiros ist wohl besser bekannt unter dem Namen Cerberus.
Er wird auch Kerberos, Zerberus, "Dämon der Grube", Naberus oder Naberius genannt.
Nebiros zählt zu den Dämonen und ist ein Fürst des höllischen Reiches. Er ist stark und mächtig und zeigt sich, wenn er nicht seine drei Hundeköpfe trägt, in Gestalt eines Raben; dessen Stimme rau klingt. Trotzdem legt er Beredsamkeit
und Liebenswürdigkeit an den Tag und lehrt die Schönen Künste.
Man sieht, dies ist nicht mehr der Cerberus der Alten, dieser furchterregende Hund und unbestechliche Pförtner der Unterwelt, der wegen der Vielzahl von Schlangen, mit denen seine drei Mähnen geschmückt waren, auch die Bestie mit hundert Köpfen, "centiceps bellua", genannt wurde.
Früher hieß es auch er habe fünfzig Hundeköpfe, aber man ist sich im allgemeinen einig, ihm davon nur drei zuzugestehen. Seine Zähne waren schwarz und scharf, und sein Biss verursachte den sofortigen Tod.
Man glaubt, dass die Sage von Cerberus auf die Ägypter zurückgeht, die ihre Gräber durch Doggen bewachen ließen.

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Nergal
 

Nergal hat eine riesige stierähnliche Gestalt und löste Chaos aus wo immer er auch hinkam. Er ist eine Figur aus der Mythologie des vorderen Orients (Mesopotamien). Als Herrscher der Unterwelt wird er auch als Gott des Mars und Gott des Kriegs bzw. Kriegsglückes beschrieben, mit dem Körper eines Löwen und dem Kopf eines Mannes.
Nergal wird von Catweazle am Anfang der Episode "Schwarze Scheiben" erwähnt: "Oh, Adramelech, Nergal und Abraxas, weise Dämonen, ich rufe euch. Nennt mir die Macht dieser schwarzen Scheiben ihr Geister!"

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Pentagramm
 

Da das Pentagramm ( auch Drudenfuß, Druidenfuß, Hexenkreuz, Stern von Bethlehem, Stern der heiligen drei Könige oder der Fünfstern genannt) wie der Kreis weder Anfang noch Ende hat, ist es ein Symbol der Vollendung und Ganzheit. Seine Zacken versinnbildlichen die vier Elemente sowie die Spiritualität. Aufgrund dieser doppelten Bedeutung wurde dem Symbol die Kraft zugeschrieben, böse Geister zu bannen - so wurde es zum wichtigen Hilfsmittel der Magie.

Das Pentagramm wird von allen magischen Symbolen am meisten verehrt. Es zeigt einen Stern und damit die innere mystische Energie. Es ist das Zeichen des Erdelementes im Tarot. In früheren Zeiten stand das Pentagramm für Leben und Gesundheit. Die Zigeuner nannten es den Stern der Weisheit, und sie offenbarten ihn, indem sie einen Apfel quer durchschnitten, wobei das Innengehäuse die Form eines Pentagrammes wiedergab.
Während des Mittelalters hieß es auch, dass Hexen und Heiden sich mit dem Pentagramm segneten, anstatt das Kreuzzeichen zu machen. Daher auch der Name "Hexenkreuz".

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Runen
 

Runen sind Schriftzeichen, die bei den germanischen Völkern vor der Übernahme des lateinischen Alphabetes in Gebrauch waren. Ursprünglich waren es Symbole, die bei magischen Praktiken benutzt wurden (Orakel).
Der nordischen Überlieferung nach wurden die ersten Runen vom Gott Wotan (Odin) entdeckt, der sich in seinem Streben nach Wissen tapfer selbst einem schmerzhaften Ritual unterzog. Nachdem er sich einen Speer in die Seite gestoßen hatte, hing er neun Tage lang an den Ästen seines skandinavischen Lebensbaums. Während sein Körper im Winde schwankte, brachen ein paar Zweige ab und fielen in einem Muster auf den Boden, aus dem das Runenalphabet entstand.
Natürlich sieht die Sache, wenn man nach der historischen Beweisführung geht, ganz anders aus. Demnach wurde das erste Runenalphabet, nach den Anfangsbuchstaben "Futhark" genannt, etwa 200 n. Chr. von Sterblichen in Dänemark oder Schweden entwickelt. Diese ersten germanischen Runen waren relativ primitiv und bestanden lediglich aus geraden Linien, die in verschiedenen Kombinationen angeordnet waren. Sie wurden zu vielen nichtmagischen Zwecken eingesetzt, unter anderem um Briefe zu schreiben, Anweisungen festzuhalten und Eigentumsverhältnisse schriftlich niederzulegen. Die bekannteste Runeninschrift findet sich auf dem "Sigurd-Runenstein" in Schweden und erinnert an den Bau einer Brücke.
Gleich von Anfang an jedoch wurden den Runen magische Kräfte zugeschrieben. Die Wikinger und andere germanische Völker verwendeten Runen zum Wahrsagen, gravierten sie in ihre Schwerter, um in der Schlacht unbesiegbar zu sein, ritzten sie in Steinamulette, um sich vor Krankheit und Zauberei zu schützen, und meißelten sie auf Grabsteine, um Grabräuber abzuhalten. Etwa ab 450 v. Chr. wurden Runen auch in England verwendet, wo angelsächsische Zauberer sie für Amulette und zum Wahrsagen benutzten.
Bis heute wurden in Schweden, Norwegen, Dänemark und England mehr als viertausend Runenschriften gefunden.

Runenwerfen:
Die alte Technik, mit Hilfe von Runen die Zukunft vorherzusagen, ist im letzten Jahrhundert wieder bemerkenswert populär geworden. Wenn die Wikinger und Angelsachsen Runen zum Wahrsagen verwendeten, ritzten sie sie in dünne Holzbrettchen aus den Zweigen Frucht tragender Bäume. Diese Brettchen wurden dann auf ein sauberes weißes Tuch geworfen. Ein Seher oder Runenmeister wählte drei davon aus (während er zum Himmel aufblickte und auf eine göttliche Eingebung wartete) und interpretierte sie. Heute kann ein ehrgeiziger Runendeuter einen Runen-Satz kaufen,zu dem zwischen sechzehn und zweiunddreißig Runensteine gehören - runde oder längliche Plättchen aus Stein oder Lehm, die mit Runen beschrieben sind.
In einem einfachen modernen System zum Auswerfen der Runen werden die Steine in einer Tasche gemischt und auf eine ebene Fläche geschüttet. Nun kann man alle Steine "lesen", die mit den Zeichen nach oben liegen, oder man schließt die Augen und wählt drei aus, die für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft stehen. Die Runen können auf der Grundlage dessen interpretiert werden, was man heute noch aus den alten Bedeutungen weiß; viele Deuter haben jedoch ihr eigenes System entwickelt.

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SATOR-AREPO-Formel
 

"SATOR AREPO TENET OPERA ROTAS." Das ist eine von Catweazles Lieblingsformeln.
Diese so genannte "Sator-Arepo-Formel" (auch "Sator-Quadrat" genannt) ist eine Zauberformel in Form eines Quadrates.
Die fünf Wörter können sowohl senkrecht in beiden Richtungen, also von oben nach unten oder von unten nach oben, als auch von links nach rechts oder von rechts nach links gelesen werden.
So etwas nennt man auch Palindrom. Ein Palindrom ist eine Buchstaben- Wort- oder Zahlenfolge die vorwärts wie auch rückwärts gelesen das selbe ergibt (oder zumindest einen Sinn macht).
Aufgrund dieser seltenen Eigenschaft werden der SATOR-AREPO-Formel magische Kräfte zugeschrieben. Sie zählt zu den am weitest verbreiteten Zauberformeln.
Eine wörtliche Übersetzung der Formel würde lauten: "Der Sämann Arepo hält mit Mühe die Räder." Die genaue Bedeutung des Wortes Arepo ist allerdings nicht ganz geklärt. Vermutet wird, dass es sich um einen Namen handelt, möglich ist aber auch dass es von dem keltischen Wort für Pflug ="arepos" abgeleitet ist.
Es gibt viele Interpretationsmöglichkeiten. So könnte es auch heißen: "Der Sämann Arepo hält seine Werke in Bewegung." Man kann es auch als Anagramm neu anordnen, so zum Beispiel: "Satan, ter oro te, reparato opes!" (Satan, dreimal bitte ich dich: Gib mir mein Vermögen wieder!) Auch das Wort "Paternoster" könnte man darin erkennen.
Über die Herkunft der SATOR-AREPO-Formel ist zu sagen, dass der bisher älteste Beleg aus dem Jahr 79 n. Chr., Pompeji, stammt.
Die Formel erscheint auch auf einem der Pentakel des Saturns im "Schlüssel von König Salomon" (Clavicula Salomonis). Diesem Zauberbuch zufolge ist dieses Pentakel mit seinen Worten sehr nützlich "gegen jedwede Widerwärtigkeit", und wird speziell gebraucht, "um den Stolz der Geister zu unterdrücken". Wenn man allerdings falschen Gebrauch davon macht, so heißt es, beschwört es die negative Kraft des Saturns und somit die Gefühle von Kummer und Einschränkung herauf.

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Schedbarschemoth
 

"Kein Ruß? Kein Ruß! Ich sehe wie Schedbarschemoth aus, der schwarze Dämon des Mondes!"
Tja, so sieht Catweazle wirklich aus, nachdem er in der Episode "Das Zauberbuch" in einen Kamin gestiegen ist.

Viel Informationen konnte ich über "Schedbarschemoth" nicht herausfinden. Er wird im Buch "Der Magus" (1801) von Francis Barrett erwähnt. Zusammen mit "Betharsisim". Diese Dämonen (auch als Geister oder Engel bezeichnet) werden dem Mond zugeordnet: "Hod, Elim Hasmodai, der Geist Schedbarschemoth Schartathan, der Geist von Malcha Betharsisim Beruah Schehalim..."

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Schemhamphorasch
 

"Schemhamphorasch", dieses Wort wird von Catweazle relativ oft als Zauberspruch verwendet.
Doch was bedeutet es?
Das Wort ist hebräischen Ursprungs und bedeutet ungefähr "Der Name ist gut ausgesprochen" (unsichere Bedeutung), "Geteilter Name" oder "Echter ungeteilter Name".
Schemhamphorasch ist die Bezeichnung für den 72silbigen Namen Gottes. Quelle ist das 2. Buch Mosis (14, 19 - 21). Jeder der drei Verse hat 72 hebräische Buchstaben, die zusammen 216 Buchstaben ergeben. Schreibt man nun jeden dieser drei Verse in einer geraden Linie, den einen über den anderen, und zwar den ersten von rechts nach links, den zweiten von links nach rechts, und den dritten wieder von rechts nach links, erhält man 72 senkrechte Reihen von je drei Buchstaben. Jede der Reihen bildet ein Wort mit drei Buchstaben. Wenn man die entsprechenden hebräischen Endungen hinzufügt erhält man die Namen von 72 Engeln oder Attributen Gottes.
Bild: Die 72 heiligen Namen Gottes mit ihren mystischen Verbindungen.

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Simson und Delila
 

In der Episode "Hexerei" sagt Catweazle zu Harold als er einen Friseursalon sieht: "Im Haar liegt Kraft und Zauber. Simson zum Beispiel. Als Delila ihm das Haar abschnitt hatte sie Macht über ihn."
Die biblische Geschichte von Simson (auch Samson genannt) und Delila (Richter 16,4-22) ist vielleicht das berühmteste Beispiel der Vernichtung eines Menschen mittels seiner Haare.
Dem Buch der Richter zufolge gewährte Gott Simson die Gabe, im Kampf allmächtig und unbesiegbar zu sein, solange er sein Haar nicht schnitt. In dem Augenblick, in dem er zuließe, dass ein "Schermesser auf sein Haupt" käme, würde er seine ganze Stärke verlieren und hilflos werden. Lange Zeit ging alles gut, und Simsons Ruhm als mächtiger, Ehrfurcht gebietender und unbesiegbarer Krieger breitete sich aus. In erster Linie kämpfte er gegen die Philister, die er für den Verlust seiner Ehefrau verantwortlich machte. Aber obwohl er die Männer dieses Volkes hasste und sie bei jeder sich bietenden Gelegenheit tötete, liebte er deren Frauen. Und Delila, seine neue Frau, war eine von ihnen. Von den Philisterfürsten beauftragt, die Quelle von Simsons Kräften ausfindig zu machen, ließ sie ihre Reize spielen und umgarnte ihn so lange, bis er ihr gestand, dass seine Stärke in seinem Haar begründet lag. Sie verriet dieses Geheimnis umgehend den Philistern, die abwarteten, bis Simson in Delilas Armen eingeschlafen war, um ihm dann sieben Haarlocken abzuschneiden. Damit war Simson hilflos geworden und musste sich von den Philistern gefangen nehmen lassen, die ihm später die Augen ausstachen.
Diese Geschichte sagt uns, dass der Glaube an die Macht des Haars aus biblischen oder möglicherweise vorbiblischen Zeiten stammt.
Seit dem ägyptischen Altertum haben die Menschen geglaubt, dass eine Hexe abgeschnittenes Haar dazu verwenden kann, jemanden zu verzaubern.

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Stein der Weisen
 

Catweazle entdeckt in der Episode "Der Stein der Weisen" eine Handgranate und und denkt es wäre der legendäre "Stein der Weisen".
In Wirklichkeit ist der Stein der Weisen ("Lapis philosophorum"), eine in der Alchemie aufgrund langwieriger Prozesse angeblich herstellbare Substanz, die unedle Metalle in edle verwandeln sowie verjüngend und heilend wirken sollte.
Damals hoffte man durch ihn Gold herstellen zu können.
Eine wichtige Rolle spielte bei den Herstellungsprozessen Trennung und Wiedervereinigung gegensätzlicher Prinzipien, vor allem des weiblichen und des männlichen Prinzips.
Die Darstellung (links) stammt aus dem "Mutus Liber", dem "Stummen Buch" aus dem 12. Jahrhundert. Sie zeigt den "Stein der Weisen" im Athanor ( dem alchemistischen Schmelzofen); als dessen Personifikation galt Merkur (oben), der zwischen zwei Engeln steht.
Die Darstellung will zeigen, dass die physischen Operationen der Alchemie der Spiegel einer spirituellen Wirklichkeit sind - eine Vorstellung, die der französische Alchemist Pierre- Jean Fabre mit folgenden Worten wiedergibt: "Alchemie ist nicht einfach die Kunst oder Wissenschaft der Umwandlung von Metallen; es ist eine wahre und mächtige Wissenschaft, die lehrt, wie man zum Kern der Dinge gelangt, der in der göttlichen Sprache der Geist des Lebens genannt wird."

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Tanit
 

Tanit (auch Tinnit genannt) ist eine phönizische Mondgöttin und Schutzgöttin der Stadt Karthago.
Da sie außerdem als Fruchtbarkeitsgöttin galt, wurde sie von den Römern mit der Göttin Juno gleich gesetzt; und von den Griechen mit der Jagd- und Fruchtbarkeitsgöttin Artemis.
Ihr Zeichen ist ein Symbol, das auf vielen alten Steingravierungen gefunden wurde. Ein Trapez das mit einer horizontalen Linie abschließt und darüber ein Kreis. (Siehe links.)
Tanit wird von Catweazle unter anderem am Anfang der Episode "Adamcos" erwähnt:
Als er den Telefonhörer in der Hand hält sagt er: "Große Mutter Tanit, dich rufe ich..."
Im Buch nennt Catweazle die heulende Eule "Sohn von Tanit".

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Themis
 

Themis ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Uranos und der Gaia und gehört somit zum Göttergeschlecht der Titanen.
Außerdem ist sie die zweite Gemahlin des Zeus. Auf dem Olymp* ist sie für die Zeremonien und Feste zuständig, auf der Erde die Göttin der Gerechtigkeit und Ordnung. Bekannt für ihren klugen und unparteiischen Rat, half sie sogar Zeus, nachdem er seine dritte Frau, Hera, geheiratet hatte.
Themis wird mit Justitia, der römischen Göttin der Gerechtigkeit und des Rechtswesens, gleichgesetzt. Justitia wird oft als Wahrzeichen der Justiz verwendet.
Themis wird bei "Catweazle" am Ende der Episode "Der Zauberkasten" erwähnt.

*(Olymp= Berg in Mittelgriechenland. Er galt in der altgriechischen Mythologie als Sitz der Götter.)

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Tierkreis
 

Das System der zwölf Tierkreiszeichen ist seit dem 2. Jahrhundert n. Chr. bekannt. Vor Tausenden von Jahren beobachteten die Himmelsforscher, dass die Sonne und die Planeten, die Jahr für Jahr am Himmel entlang wanderten, immer auf dem gleichen schmalen Pfad um die Erde zogen. Dieser Weg, den die Griechen "zodiak" nannten, wurde von Astrologen in zwölf gleiche Abschnitte, die so genannten Sternzeichen, aufgeteilt, denen jeweils eine Konstellation - Widder, Stier, Zwilling, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann oder Fische - und ein Zeitraum im Jahr zugeordnet wurde.
Astrologen verwenden die Position der Sonne und der Planeten innerhalb des Sternkreises, um Vorhersagen zu treffen und die Persönlichkeit der Menschen zu bestimmen, die im jeweiligen Sternzeichen geboren wurden. Die zu jedem Sternzeichen gehörenden Eigenschaften wurden vor Tausenden von Jahren entwickelt, im Laufe der Zeit jedoch immer weiter verfeinert.

Neugierig wie die zwölf Tierkreiszeichen bei "Catweazle" aussehen? Einfach das entsprechende Bild anklicken:

Widder Stier Zwillinge Krebs Löwe Jungfrau Waage Skorpion Schütze Steinbock Wassermann Fische

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die Verdammten
 

"Dieser magische Kriegswagen heult wie die Verdammten"; sagt Catweazle als er zum ersten mal einen Traktor sieht.

Wie die Verdammten? Wer sind denn die Verdammten?
Nach der Kirchenlehre sind die Verdammten diejenigen, die nach dem Jüngsten Gericht von Gott verworfen werden. Im Gegensatz zu den Seligen, deren Zukunftsperspektive ein ewiges Leben an Gottes Seite ist, haben die Verdammten damit zu rechnen, dass sich der Teufel ihrer annimmt.
In den Stand der Verdammnis werden alle die geworfen, die nicht nach den Gesetzen Gottes und der Kirche gelebt haben. Umgangsprachlich kann ein Verdammter auch sein, wer ein besonders schweres Schicksal zu erleiden hat. Der Grund dafür muss nicht immer klar ersichtlich sein.

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Vertraute
 

Catweazles Vetraute ist eine kleine Kröte namens Kühlwalda.
Die Vertrauten der Hexen und Zauberer werden auch "Spiritus Familiaris" oder kurz "Familiar" genannt. Hexen sollen solche Gehilfen besessen haben, die ihnen bei ihren magischen Handlungen zur Hand gingen.
Man glaubte auch, dass diese Geschöpfe, gehörnte und geflügelte Kobolde seien, aber auch die Gestalt scheinbar gewöhnlicher Tiere annehmen konnten. Der Hexerei bezichtigten Frauen wurde häufig unterstellt, ihr Haustier (oft eine Katze) sei ihr Familiar und ein verkleideter, Übles im Schilde führender Kobold.
Folgende Tiere galten häufig als Familiare: Katze, Hund, Kröte, Eule, Amsel, Spinne, Fledermaus, Wiesel, Frettchen, Maus, Ratte, Schlange, Grashüpfer...etc.

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Widdershins
 

Widdershins bedeutet "gegen den Uhrzeigersinn". Es wird auch widershins, withershins oder widderschin geschrieben. Abgeleitet ist dieser Ausdruck von dem deutschen Wort "widersinnig".
Das Gegenteil von widdershins ist deiseil - mit dem Uhrzeigersinn. Die Bedeutung des Wortes widdershins wird manchmal auch mit "gegen das Sonnenlicht drehen" (so dass man seinen Schatten nicht sieht) definiert. Ein mächtiger Gegenzauber gegen Unglück ist, sich entgegen dem Uhrzeigersinn dreimal ganz herumzudrehen.
Catweazle gebraucht diesen Zauber in der Episode "Das Hexenhaus". Allerdings dreht er sich da mehr als nur dreimal herum...

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Wünschelrute
 

Eine Wünschelrute ist ein Gabelförmiger Ast der Weide, Erle, Haselstrauch, des Kreuzdorn, der Linde, Birke usw. Meistens aber aus Weiden- oder Haselnussholz.
Der Gebrauch solcher Zwieseläste zu magischen Zwecken ist sehr alt. Bereits Cicero erwähnt in seinen Werken einen Zauberstab, in dem ganz leicht die Wünschelrute zu erkennen ist. Die erste eingehendere Nachricht darüber kommt uns aber erst durch den um das Jahr 1490 lebenden Benediktinermönch Basilius Valentinus zu. Dieser führt die Zauberrute als "Caduceum, Heroldstab, göttliche Rute, Jakobsstab, Weissagungsrute, Baguette" usw. an. In dem "Hermesstab", den der geflügelte Gott der Kaufleute in den Händen hält, ist ebenfalls nur eine Wünschelrute symbolisiert.
Sie sollte dazu dienen, um in der Erde verborgene Schätze anzuzeigen. In späterer Zeit wurde sie von Bergwerksleuten zur Auffindung von Erzen, Kohlen- und Wasseradern verwendet. Die gebräuchlichste Art ist, dass der Rutengänger, das ist die Person, die die Wünschelrute benutzt, diese bei den beiden kurzen gabelförmigen Ästen erfasst und so vor sich hält, dass der Stab senkrecht vom Körper absteht. Dem Gebrauch der Wünschelrute liegt die Tatsache zugrunde, dass es Personen gibt, in deren Hand eine solche Rute über verborgenen Metallstücken, Erzen usw. tatsächlich zum Ausschlagen gebracht wird.
Diese Fähigkeit des Erkennens solcher verborgener Gegenstände liegt aber natürlich nicht in der Rute, sondern in der Sensivität des betreffenden Menschen, der die Nähe des Metalles, Erzes, Wassers usw. fühlt und durch unwillkürliche und unbewusst bleibende Bewegungen der die Rute haltenden Hände diese zum Ausschlagen bringt...
...und wie wir von Catweazle wissen muss man sie gerade andersherum halten um "wackelnde Steine" zu finden.

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Zauberring
 

Warum bläst Catweazle eigentlich immer auf seinen Ring?
Da er das meistens dreimal tut, vermute ich, dass diese Handlung ihren Ursprung in dem Aberglauben des "dreimal Ausspuckens" hat. Demnach glaubte man, dass dreimaliges lautes Ausspucken vor Schaden und Unglück schützt. Davon leitet sich auch der Spruch "Toi, toi, toi" ab, der so etwas wie eine Glücksformel ist. Auch glaubte man, wenn man über die linke Schulter spucke, dem Teufel ins Gesicht zu spucken und so alles böse abzuwehren. Man glaubte nämlich, dass die bösen Geister auf der linken Seite und die guten auf der rechten Seite wohnen würden.
Wenn Catweazle also dreimal auf seinen Ring bläst so ist das wohl eine Art Schutzzauber. Er spuckt zwar nicht auf seinen Ring aber das Pusten hat die gleiche Bedeutung.
Die Verwendung von Ringen als Amulette ist schon sehr alt. Tatsache ist, dass ursprünglich alle Ringe zu Schutzzwecken getragen wurden. Die Urvölker assoziieren den Ring wahrscheinlich mit der Sonnenscheibe und schreiben ihm daher die Stärke und Macht der Sonne zu.
 

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Zaubersprüche
 

Ein Zauberspruch kann entweder geschrieben oder gesprochen werden. Seine Kraft liegt in der Gestalt der verwandten Worte - sie können der Muttersprache des Zauberers entstammen - sowie der Art, wie sie betont werden.
Hier habe ich eine Liste von Catweazles bekanntesten Zaubersprüchen zusammengestellt. Nicht über alle konnte ich eine eindeutige Bedeutung herausfinden.
Außerdem habe ich hier auch die zwei Zaubersprüche "Hokuspokus" und "Abrakadabra" erklärt. Diese werden in der Serie zwar nur am Rande mal erwähnt deren Entstehungsgeschichte ist aber trotzdem sehr interessant.

"Salmai,  Dalmai,  Adomai."
Das ist wohl der bekannteste Zauberspruch von Catweazle. Im englischen Original heißt er eigentlich: "Salmay, Dalmay, Adonay."
Bedeutung: Das Wort Adonay (Adonai) ist hebräischen Ursprungs und bedeutet "mein Herr". Der Gottesname JHWH (Tetragrammaton) und seine Kurzform JH wird von den Juden nur "Adonay" gelesen.
Welche Bedeutung die Wörter Salmay und Dalmay haben weiß ich leider nicht.

"Sator arepo tenet opera rotas."
Bedeutung: Dieser Zauberspruch ist die so genannte Sator-Arepo-Formel und ist weiter oben im Lexikon schon beschrieben. Wörtlich übersetzt heißt es ungefähr: "Der Sämann Arepo hält mit Mühe die Räder."

"Gab, gaba, agaba."
Diesen Spruch sagt Catweazle oft während er auf seinen Zauberring bläst.
Bedeutung: was ich herausfinden konnte ist lediglich, dass es einen Zauberspruch gibt mit dem man Geister vertreibt. Ein Teil dieses Spruches lautet: "...Beroald, Balbin, Gab, Gabor, Agaba..." (aus dem Buch "The book of black magic and ceremonial magic") Ob Catweazles Zauberspruch etwas damit zu tun hat ist fraglich.

"Pax, Sax, Sarax."
Diesen Spruch sagt Catweazle in der Episode "Sommerfreuden" als er die Runen befragt um die Zukunft voraus zu sagen.
Bedeutung: Es gab in den 60er Jahren ein Gesellschafts-Spiel oder Brettspiel namens "Ka-Bala". Es sollte die Zukunft vorhersagen. Während man, ähnlich wie im Roulett, eine Kugel im Kreis laufen ließ mussten die Spieler dabei den Spruch aufsagen: "Pax Sax Sarax hola noa nostra".

"Yan Tan Tethera Pethera Pimp."
Als Catweazle in der Episode "Schwarze Scheiben" die Schallplatten zerstößt sagt er dabei diesen Spruch auf.
Bedeutung: Diese Worte finden sich in einem alten englischen Lied ("Everyman's Book of English Country Songs" von Roy Palmer, London 1979). Der Text dieses Lieds wurde 1930 von Jesse Baggaley verfasst.
"Yan, tan, tethera, tethera, pethera, pimp..." ist eine alte Methode um Schafe zu zählen.

"Zazel Hasmasel Barmasel Schedbarschemoth"
Mit diesen Worten hat Catweazle in der Episode "Burg Saburac" Theda hypnotisiert.
Bedeutung: Die Worte finden sich in dem Buch "Der Magus" von Francis Barrett. Es ist eine Aufzählung von Namen verschiedener Dämonen oder Geister.. "Zazel" ist einer der Geister des Planeten Saturn, "Hasmasel" gehört zum Jupiter, "Schedbarschemoth" zum Mond...

"Hokuspokus"
Bedeutung: Hokuspokus kann mit einem altnordischen Zauberer begonnen haben, der Ochus Bochus hieß. Es kann auch eine kürzere Version von "hokus pokus fidibus" sein, einer verbreiteten lästerlichen Verballhornung eines Teils der katholischen Messe "hoc est corpus filii" ("dies ist der Leib des Sohnes").
Das Wort nimmt in der Geschichte der Zauberkunst sicher einen wichtigen Platz ein.
Thomas Adys "Eine Kerze in der Finsternis; oder eine Abhandlung betreffend die Natur von Hexen und Hexenkunst" (geschrieben im Jahr 1656) enthält eine frühe Beschreibung von Hokuspokus:
Berichten werde ich von einem Mann der lebte in der Zeit von König Tohann der rühmte sich, er sei 'der königlichen Majestäten außerordentlichster Hokus-pokus', und die Leute hießen ihn auch so, denn er redete bei jedem der Stückchen, die er vollführte: "Hocus pocus, tonus talontus, vade celeriter jubeo", eine Zusammmenstellung von dunklen Worten, um die Augen der Betrachter zu blenden und um seinen Trick ohne Entdeckung umso glatter durchgehen zu lassen.
Es ist auch wahrscheinlich, dass sich das Wort Hokuspokus von einer aus dem 16. Jahrhundert stammenden pseudolateinischen Zauberformel fahrender Schüler ableitet: "hax, pax, max, deus adimax".
Im frühen 17. Jahrhundert wanderten Magier, Zauberer und Schwindler mit Hokuspokus oder Variationen davon über das Land und übten ihr Gewerbe aus. Heute bedeutet Hokuspokus umgangssprachlich einfach Schnickschnack, Unsinn oder Scharlatanerie
 

"Abrakadabra"
Bedeutung: Dieses Wort, das wir alle schon dutzendmal zum Spaß ausgesprochen haben, wurde im Mittelalter sehr ernst genommen. Die Menschen glaubten, dass schon das Wort allein ein Mittel gegen Fieber sei. Kranke trugen ein Pergamentamulett um den Hals, auf dem das Wort als umgekehrte Pyramide geschrieben war. In manchen Teilen der Welt meinte man, dass jemand, der Fieber hatte, das Wort nur mehrmals aufschreiben und dabei jedes Mal einen Buchstaben mehr weglassen müsste - wie in der abgebildeten Pyramide. Wie die Buchstaben würde dann auch das Fieber verschwinden. Man hielt den Zauberspruch auch für eine Hilfe bei Zahnschmerzen und Infektionen. Der Glaube an dieses magische Wort ist wahrscheinlich um Jahrhunderte älter als unsere Zeitrechnung. Man vermutet, dass das Wort Abrakadabra (auch Abracadabra geschrieben) ihren Ursprung im Namen des Gottes "Abraxas" haben könnte.
In der mystischen Geheimlehre der Kabbalisten wurde eine Form des Abrakadabra als Bann gegen böse Geister verwendet: A bedeutete Vater, Ben Sohn, und Ruach Acadach Heiliger Geist. In alten Zeiten gab es eine weit verbreitete Überzeugung, dass schon allein der Name eines übernatürlichen Wesens magische Kräfte habe.
Die Menschen riefen einen solchen Namen zum Schutz - wie wir es heute noch tun - und glaubten, dass es eine Hilfe bedeute, den wahren Namen der richtigen Gottheit zu wissen. Der Glaube, mit dem Namen Macht über den Namensträger zu haben, findet sich auch im deutschen Märchen - z. B. bei Rumpelstilzchen: "Ach, wie gut, dass niemand weiß, dass- ich Rumpelstilzchen heiß!", und dann die Machtlosigkeit, als der Name genannt werden kann.
Abrakadabra wurde zu einem festen Ausdruck in der magischen Kunst, als diese zunehmend Verbreitung fand und die Magier anfingen, statt des Namens von Gottheiten und Göttern fantastische, unverständliche Worte zu verwenden.
Je geheimnisvoller die Worte, dachten die Magier, desto größer die magischen Kräfte (und desto größer auch das Ansehen des Magiers beim verblüfften Publikum).

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Bibliographie
 

Becker, Udo: "Lexikon der Symbole". Verlag Herder im Breisgau, 2001

Bruce-Mitford, Miranda: "Zeichen & Symbole - Die verborgene Botschaft der Bilder". Belser Verlag Stuttgart Zürich, 1997. ISBN 3-7630-2114-0

Collin de Plancy, Jacques A. / Herausg. Jakob Shadoku: "Die Kinder Lucifers - kleines Lexikon der schwarzen Engel". Verlag Clemens Zerling, Berlin 1989. ISBN 3-88468-033-1

Cotterell, Arthur: "Die Enzyklopädie der Mythologie". Edition XXL GmbH, 1999. ISBN 3-89736-300-3

Dedopulos, Tim: "Zauberer - Eine magische Zeitreise von Merlin bis Harry Potter". Egmont vgs Verlagsgesellschaft mbH Köln, 2002. ISBN 3-8025-1475-0

Fontana, David: "Die verborgene Sprache der Symbole". Bertelsmann Lexikon Verlag, 1994. ISBN 3-570-10527-X

Froud, Brian und Lee, Alan: "Von Elfen, Goblins, Spukgestalten - Ein Handbuch der anderen Welt, nach alten Quellen erschlossen und aufgezeichnet von Brian Froud und Alan Lee". Gerstenberg Verlag, 1998. ISBN 3-8067-2895-X

Gonzales-Wippler, Migene: "Talismane und Amulette - Die magische Welt der Glücksbringer und Schutzsymbole". Heinrich Hugendubel Verlag (Kailash), Kreuzlingen/München, 2001. ISBN 3-7205-2231-8

Greenwood, Susan: "Hexen im Mittelalter". Edition XXL GmbH, 2005. ISBN 3-89736-321-6

Phillpotts, Beatrice: "Des Hexenmeisters Zaubersprüche" (Mit Illustrationen von Robert Ingpen). Heel Verlag GmbH, 2004. ISBN 3-89880-365-1

Potter, Carole: "Wie man die schwarze Katze streichelt - Glücksmagie von A-Z". Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 1997. ISBN 3-451-04560-5

Schirner, Markus: "Talismane und Amulette". Schirner Verlag, Darmstadt, 2004. ISBN 3-89767-438-6

Schwarz-Winklhofer, Inge und Bidermann, Hans: "Das Buch der Zeichen und Symbole". V.F. Sammler Verlag, 2004. ISBN 3-85365-203-4

Werner, Helmut: "Lexikon der Esoterik". Orbis Verlag, 1991. ISBN 3-572-01015-2

Wilkinson, Philip und Philip, Neil: "Mythen & Sagen in der Bildwelt der Völker und Kulturen". Belser Verlag Stuttgart, 1999. ISBN 3-7630-2115-9

"Zeichen und Symbole - Ursprung Geschichte Deutung". Könemann Verlagsgesellschaft mbH, 2000. ISBN 3-8290-4008-3


Bildnachweis:

Abraxas, Adramelech, Beelzebub und Glassiabolas: Abbildungen aus Collin de Plancy "Dictionnaire infernal" 1845.
Cernunnos: Abbildung auf dem "Gundestrup-Kessel", ca. 100 v. Chr.
Goblin: Zeichnung von Brian Froud aus dem Buch "Von Elfen, Goblins, Spukgestalten" .
Hekate, Lucifer und Nebiros: Teile aus Gemälden von William Blake.
Simson und Delila: Gemälde von Jan Lievens ca. 1630.

 


 

 

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